Kampfkunst-Stationen
Über einen Kollegen lernte ich daraufhin das Thaiboxen kennen: ein anspruchsvolles, facettenreiches und auf vielen Ebenen forderndes Training. Mit Begeisterung trainierte ich Thaiboxen über sieben Jahre hinweg, dennoch wurde es nicht zu meiner Hauptsportart, denn meine Faszination galt noch immer der Natur.
In dieser Zeit erlitt ich sowohl beim Training, als auch in den anderen intensiv betriebenen Sportarten – teilweise durch Leichtsinn – viele Knochenbrüche und Sportverletzungen, was meine Bewegungsfreude trübte.
Ich hatte Spaß an Bewegung und nicht am Auskurieren von Verletzungen, so dass ich das Thaiboxen aufgab und mich wieder ausschließlich dem Natursport zuwandt.
Zwei Jahre später lernte ich Sven Mossman durch meinen Bruder kennen, heutiger Schulleiter in St. Blasien und Freiburg. Dieser fragte mich, ob ich bereit sei, einige Runden Sparring mit ihm zu machen und erzählte mir von einer befremdlich klingenden Kampfkunst.
Ich wurde von schnörkelloser Technik und regelloser Freiheit überrascht, die der Selbstverteidigung und Kampfkunst – nicht dem Kampfsport – entspringt. Meine Neugier war geweckt.
In Waldshut begann ich 1995 mein WingTsun-Training in der Schule von Thorsten Bracht, ein Schüler Sifu Heinrich Pfaffs, und lernte die Faszination des Zweikampfes auf eine gänzlich andere Art kennen.
Mein Studium zog mich dann 1999 nach Köln, wo ich mein WingTsun-Training bei Thorsten Mitzinger fortführte.
Nach dessen Austritt aus der EWTO lernte ich meinen heutigen Lehrer, Trainingspartner und Freund Sifu Dominique Brizin kennen, mit dem ich nun schon einige Jahre intensiv arbeite und trainiere – und auf die hoffentlich noch viele Jahre folgen werden.













